Zuerst erwärme ich die Milch nur leicht, bis sie angenehm lauwarm ist. Sie darf auf keinen Fall heiß werden, da die Hefe sonst ihre Triebkraft verlieren kann. Die frische Hefe brösele ich in die Milch, gebe einen kleinen Teil des Zuckers dazu und rühre alles so lange um, bis sich die Hefe vollständig aufgelöst hat. Anschließend lasse ich die Mischung etwa 10 Minuten stehen, bis sich an der Oberfläche erste kleine Bläschen bilden.
Nun gebe ich Mehl, den restlichen Zucker, das Ei, die weiche Butter, Salz, Vanilleextrakt und den fein abgeriebenen Zitronenabrieb in eine große Rührschüssel. Die Hefemilch gieße ich dazu und verknete alle Zutaten zunächst langsam, anschließend etwas kräftiger zu einem glatten, geschmeidigen Teig. Der Teig darf weich sein und leicht kleben, sollte sich nach einigen Minuten aber zunehmend vom Schüsselrand lösen.
Den fertigen Hefeteig forme ich zu einer Kugel und lege ihn zurück in die Schüssel. Abgedeckt lasse ich ihn an einem warmen Ort etwa 60 bis 90 Minuten ruhen, bis er sein Volumen deutlich vergrößert hat. Je nach Raumtemperatur kann die Gehzeit etwas kürzer oder länger ausfallen.
Nach der ersten Gehzeit gebe ich den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche und rolle ihn vorsichtig etwa 1,5 cm dick aus. Dabei drücke ich nicht unnötig viel Luft aus dem Teig. Anschließend steche ich die Donuts aus und setze sie mit etwas Abstand auf kleine Stücke Backpapier oder auf eine leicht bemehlte Fläche.
Die ausgestochenen Donuts decke ich locker ab und lasse sie ein zweites Mal etwa 30 Minuten ruhen. Während dieser Gehzeit werden sie noch einmal sichtbar luftiger. Dieser Schritt ist wichtig, damit die Donuts nach dem Frittieren schön weich und fluffig werden.
In der Zwischenzeit erhitze ich das Pflanzenöl in einem ausreichend hohen Topf auf etwa 170 °C. Die Temperatur kontrolliere ich am besten mit einem Küchenthermometer. Ist das Öl zu heiß, werden die Donuts außen zu dunkel und bleiben innen möglicherweise noch roh. Ist es zu kalt, saugen sie sich stärker mit Fett voll.
Die Donuts gebe ich portionsweise vorsichtig in das heiße Öl und frittiere sie ungefähr 90 Sekunden pro Seite, bis sie gleichmäßig goldbraun sind. Dabei frittiere ich nicht zu viele Donuts gleichzeitig, damit die Temperatur des Öls möglichst konstant bleibt. Anschließend hebe ich sie mit einer Schaumkelle heraus und lasse sie auf Küchenpapier kurz abtropfen.
Für die Glasur verrühre ich den Puderzucker nach und nach mit dem frisch gepressten Zitronensaft. Die Glasur sollte dickflüssig sein und langsam vom Löffel laufen. Ist sie zu fest, gebe ich noch wenige Tropfen Zitronensaft dazu. Ist sie zu flüssig, rühre ich etwas zusätzlichen Puderzucker unter.
Sobald die Donuts vollständig abgekühlt sind, tauche ich die Oberseite in die Zitronenglasur oder verteile sie mit einem Löffel darauf. Direkt danach bestreue ich die noch feuchte Glasur mit gehackten Pistazien und etwas frischem Zitronenabrieb. Nach Wunsch können zusätzlich kleine essbare Blüten verwendet werden. Vor dem Servieren lasse ich die Glasur kurz fest werden.